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Unsere Musik

Wir singen und interpretieren Gospels und Spirituals in der englisch-amerikanischen Originalsprache. Unser Ziel ist es, der Musikalität und dem Ausdruck der Originale dieser afro-amerikanisch geprägten Stücke so nahe wie möglich zu kommen.

Gospelmusik ist im 20. und 21. Jahrhundert aufgekommene stark rhythmische, den ganzen Menschen packende Musik. Stark beeinflußt wurde der Begriff Gospel in seiner heutigen Ausprägung als Bezeichnung der religiösen Lieder der afro-amerikanischen Kirchen in Nordamerika. Diese Lieder waren eine Weiterführung der "Negro Spirituals" unter starker Einbeziehung von Jazz- und Blueselementen.

Spirituals (Negro Spiritual) sind die Lieder der amerikanischen Sklaven seit dem 17. Jahrhundert. Die Lieder entstanden auf den Feldern, in der Hitze der Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen Amerikas. Der Gesang und die biblischen Texte waren die einzige Freiheit der unterdrückten Arbeiter - der Glaube alleinige Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Wir möchten unser Publikum bewegen, berühren, anstecken lassen von Spirit, Soul und Groove der Musik. Alle sind eingeladen mit zu klatschen und zu schnipsen, zu tanzen und mit zu singen !

Begeisterung

Es gibt keine Musik wie diese Musik, kein Drama wie das Drama der frohlockenden Heiligen, der wehklagenden Sünder, der rasenden Tamburine und all der Stimmen, die sich vereinen und dem Herrn ihr “Heilig” zurufen. Für mich gleicht noch immer kein Pathos dem jener vielfarbigen, verhärmten, auf ihrer Art triumphierenden und verklärten Gesichter, die aus den Tiefen einer sichtbaren, spürbaren und nicht endenden Verzweiflung von der Güte des Herrn sprechen. Nie habe ich etwas gesehen, das dem Feuer und der Erregung ähnlich wäre, die manchmal spontan eine Kirche erfüllen, und sie, wie Leadbelly und so viele andere bezeugt haben, zum “Rocken” bringen. Nichts ist mir seitdem begegnet, das der Macht und der Herrlichkeit gleichkommt, die ich manchmal fühle, wenn ich mitten in einer Predigt wusste, dass ich irgendwie, durch ein Wunder, wie sie sagten, “voll des Wortes” war, wenn die Gemeinde und ich eins waren. Ihr Schmerz und ihre Freude waren die meinen und mein Schmerz und meine Freude waren die ihren - sie legten ihren Schmerz und ihre Freude in meine Hände, ich legte meinen Schmerz und meine Freude in ihre Hände, und ihre Rufe “Amen” und “Halleluja!” und “Preiset seinen Namen!” und “Sprich zu uns, Bruder!” stützten meine Soli und peitschten sie auf, bis wir alle eins wurden, schweißnass, singend und tanzend, in Qual und Frohlocken, an den Stufen des Altares.

(James Baldwin,
afroamerikanischer Prediger, Schriftsteller und Bürgerrechtler
gest. 1989)